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Die Antragstellung für die außerordentlichen Wirtschaftshilfen <November-Hilfe> bedingt durch den zweiten Lockdown in diesem Jahr ist über dieses Portal möglich. Die IHK hat sich in den vergangenen Wochen massiv dafür eingesetzt, dass die sogenannte <November-Hilfe> ihrem Namen auch gerecht wird und im November auch ausgezahlt werden muss.

Die Verzögerungen in den Abstimmungen zwischen Bund und Land dafür gesorgt, dass nunmehr ganz zum Ende des Monats erst die Antragstellung möglich ist. Das bedeutet, dass die Unterstützung erst im Dezember oder aufgrund der Weihnachtszeit ggf. sogar erst im Januar ausgezahlt wird. Die Situation ist für Unternehmen die seit dem 1.11. 2020 ihr Geschäft schließen mussten und die bereits seit dem ersten Lockdown eine schweres Jahr haben existenzbedrohend. Die Liquiditätsengpässen lassen sich nicht mit wohl gemeinten Aussagen aus der Politik und stattlichen Institutionen beheben. Unsere Ministerpräsidenten und Wirtschaftsminister in Deutschland sollten sich dieser Tatsache bewusst sein.

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind die von der temporären Schließung direkt, indirekt oder mittelbar betroffen Unternehmen.

  • Direkt betroffen sind Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb einstellen mussten.
  • Als antragsberechtigte indirekt Betroffene gelten Unternehmen, die nachweislich und regelmäßig 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von der Schließung betroffenen Unternehmen realisieren.
  • Mittelbar (bzw. über Dritte) betroffene Unternehmen müssen regelmäßig 80 Prozent ihrer Umsätze mit Leistungen für direkt betroffene Unternehmen über Dritte erwirtschaften.

Ein Beispiel: direkt betroffen ist die Messegesellschaft, indirekt eine Agentur, die Messen auf dem Messegelände organisiert und als mittelbar betroffen können von der Agentur beauftragte Standbauer oder Messe-Caterer angesehen werden.

Beantragung

Die Beantragung hat – wie bei der Überbrückungshilfe – über Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer oder Rechtsanwälte zu erfolgen.

Eine Ausnahme bilden Soloselbstständige, die noch keine Überbrückungshilfe beantragt haben. Sie sollen bis zu einem Förderhöchstsatz von 5.000 Euro direkt beantragen können. Bei einem solchen Direktantrag ist zur Authentifizierung ein ELSTER-Zertifikat erforderlich.

Die Novemberhilfe wird als Zuschuss in Höhe von 75 Prozent des durchschnittlichen Wochenumsatzes im November 2019 gewährt. Jüngere Unternehmen, die im November 2019 noch nicht existierten, haben die Wahlmöglichkeit hinsichtlich der Referenz: sie können den durchschnittlichen wöchentlichen Umsatz im Oktober 2020 oder den Monatsdurchschnitt seit Gründung ansetzen. Soloselbstständige können alternativ zum wöchentlichen Umsatz im November 2019 auch den durchschnittlichen Monatsumsatz im Jahr 2019 wählen.

Bereits erhaltene gleichartige Hilfen (Überbrückungshilfen, Kurzarbeitergeld) werden verrechnet – sofern sie den gleichen Zeitraum betreffen. Für KfW-Kredite gilt dies nicht.

Umsätze trotz Schließung (z.B. über Außerhausverkauf in der Gastronomie) werden nicht angerechnet, wenn diese 25 Prozent des Vergleichsumsatzes im November 2019 nicht übersteigen.

Auszahlung

Die Überbrückungshilfe wird über die Länder ausgezahlt. Ab Ende November 2020 sollen Abschlagszahlungen bis zu 50 Prozent der beantragten Summe (max. 10.000 Euro) möglich sein.

Soloselbstständige – und dies war angesichts der zumeist geringen Betriebskosten eine Forderung der IHK seit vielen Monaten – können die Zuschüsse nach Auskunft des Bundes auch für Lebenshaltungskosten benutzen. Es erfolgt eine Betrachtung der Umsatzausfälle und bei Kleinbeihilfen keine detaillierte Prüfung des Verwendungszwecks.

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten des Bundesfinanzministeriums und der Novemberhilfe . Die Vollzugshinweise geben darüber hinaus Hinweise, zur Anwendung des Programms.

Weiteren Unterstützungs- und Förderinstrumenten werden stetig aktuell in den FAQs der IHK-Website veröffentlicht.

Weblinks

https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Navigation/DE/Novemberhilfe/novemberhilfe.html

https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Schlaglichter/Corona-Schutzschild/2020-11-05-faq-ausserordentliche-wirtschaftshilfe.html

https://www.ihk-potsdam.de/servicemarken/presse/pressemitteilungen/pms-2020/neuer-inhalt200313-corona-ueberblick-4728326#titleInText1

Textquelle: IHK Postdan

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